Geschichte der FFW Stecklenberg


Stecklenberg ist seit dem Jahre 1686 preußisch. Der Kurfürst Friederich Wilhelm von Brandenburg kaufte das Pfandrecht über dem Hoymischen Besitz Stecklenberg von der Witwe des Obrichsten Wachmeisters Woldeck von Arneburg ab. Es galt preußisches Recht, so auch die „Flächen – Dorf – und Ackerordnung“ vom 19. Februar 1704.

                                                                        Jeder Schulze : 1 Feuerspritze, Ledereimer, 1 lange Leiter

                             Jeder Ackermann : 1 Laterne, Geschnürten Eimer, 1 lange Leiter

                                                                       Jeder Kossat : 1 Laterne

                                                                       Einlieger : Eimer, Hacken

Über die Bildung eines Feuerwehrverbandes zwischen der Gemeinde Stecklenberg und der Gutsbezirk Stecklenberg

 

Die Gemeinde und der Gutsbezirk Stecklenberg treten zur Bildung einer gemeinsamen Feuerwehr zusammen.
Die bisherigen gegenseitigen Verpflichtungen werden durch Errichtung des gegenwärtigen Kontakts aufgehoben.

Solange auf dem hiesigen Gute keine eigene Wirtschaft existiert, Verpflichtet sich die Gemeinde alles Personal zur Bedienung der Spritzen und Wasserwagen zu stellen, sowie für sonstige Handleistungen bei Feuer, – auch auf dem Gute; desgleichen für Bespannung der Spritzen und Wagen Sorge zu tragen.
Sollte eine eigene Wirtschaft auf dem Gute eingerichtet werden, sollen Bestimmungen über die von demselben zu stellenden Spanndienste getroffen werden.

Die Gemeinde sorgt für Instandhaltung der Spritze, Wagen, Geräte und der Ausrüstung sowie Bekleidung der Löschmannschaften inkl. Ausbildung der Letzteren.

Über die Feuerwehrangelegenheiten beschließt die Gemeinde-Vertretung unter Zuziehung des Gutsbesitzers. Letzterer kann sich durch einen Bevollmächtigten vertreten lassen. Bei Abstimmung über Feuerwehrangelegenheiten hat der Besitzer des Gutes bzw. dessen Vertreter 4 Stimmen.
Bei Stimmengleichheit entscheidet der Gemeindevorsteher, im übrigen die Stimmenmehrheit.
Die Einladung des Gutsbesitzers zu diesen Sitzungen hat unter ausdrücklichen Hinweis auf §106, Abs. 3, der Landgemeindeordnung vom 3. Juli 1891 zu erfolgen.

Erscheint trotz vorschriftsmäßiger Einladung der Gutsbesitzer oder ein Vertreter desselben zu einer solchen Sitzung nicht, so ist er an die in seiner Anwesenheit gefassten Beschlüsse gebunden.

Bei Neuanschaffungen verpflichtet sich der Gutsbesitzer ein Viertel der Gesamtkosten zu tragen, während er zu den jährlichen Unkosten ein Zehntel beträgt.

Der Bau eines Spritzenhauses fällt in die Neuanschaffung.
An alten Feuerwehrgerätschaften und Einrichtungen erwirbt sich der Gutsbesitzer als solcher das Miteigentumsrecht zu einem Viertel.

 

Gemäß §4 der Polizeiverordnung betr.

 

Die Regelung des Feuerlöschwesens in den Gemeinden und Gutsbezirken des Kreises Aschersleben, behält sich der Gemeindevorstand die Versorgung der über die Feuerwehr zu treffenden Anordnungen vor.

Die Aufhebung des gegenwärtigen Status kann von jedem der Kontrahenten jederzeit mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten dargestellt verlangt werden, dass nach Ablauf der Frist dieser Vertrag als Aufgehoben zu betrachten ist.
In diesen Fall soll der Wert der Feuerwehrutensilien derart festgestellt werden, dass für Abnutzung 10% jährlich in Abrechnung gestellt werden. Von der Summe kann der Gutsbesitzer beim Ausscheiden ein Viertel zurück verlangen, während die Geräte Eigentum der Gemeinde bleiben.

> Hier eine kleine Zusammenstellung der Bilder <